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  • Ein ganz normaler Prozess? – Podiumsdiskussion zum Prozess gegen Daniela Klette

    Seit März 2025 läuft der Prozess gegen Daniela Klette, der vorgeworfen wird, Raubüberfälle auf Geldtransporter verübt zu haben. Eine etwaige Mitgliedschaft Danielas in der RAF gilt als verjährt, weswegen der Vorsitzende Richter betont, es ginge um ein ganz normales, unpolitisches Verfahren. Nicht normal sind aber die absurden Sicherheitsvorkehrungen im Prozess, die einschüchternden Zeug*innenvorladungen und Beugehaftandrohungen, mit denen alle konfrontiert werden, die Daniela besuchen wollen, und so vieles mehr. Die RAF, die im Prozess angeblich nicht vorkommen soll, ist als Schreckgespenst der BRD immer noch präsent.
    Deshalb wollen auch wir sprechen – über den Prozess und die Repression, über Solidarität und Widerstand.

    Berthold Fresenius ist Fachanwalt für Strafrecht in Frankfurt am Main. Seit vielen Jahren verteidigt er auch politisch aktive Angeklagte und beobachtet jetzt den Prozess gegen Daniela.

    Ariane Müller beteiligt sich an der Solidaritätsarbeit mit Daniela. Infolgedessen wurde sie vom BKA vorgeladen, erhielt Besuchsverbot und verlor auch ihren Arbeitsplatz.

    Hanna Poddig ist Autorin und in verschiedenen sozialen Kämpfen aktiv, u.a. gegen Repression. Sie beteiligte sich Anfang diesen Jahres an der Debatte zur RAF im Neuen Deutschland.

    Lutz Taufer war Teil des RAF-Kommandos Holger Meins und saß zwanzig Jahre im Gefängnis. Nach seiner Entlassung wurde er im Weltfriedensdienst aktiv und veröffentlichte 2017 eine Autobiografie.

    Das Linke Zentrum ist offen ab 18 Uhr. Die Podiumsdiskussion beginnt pünktlich um 19:00 Uhr.

    Die Veranstaltung findet statt in Kooperation mit der Buchhandlung Bibabuze. Es wird einen Büchertisch mit thematisch passender Literatur geben.

  • Veranstaltung: Solidarität mit den inhaftierten Antifas im Budapest-Komplex

    Im Jahr 2023 kam es in Budapest im Rahmen des „Tag der Ehre“ zu Auseinandersetzungen zwischen Antifaschist:innen und Neonazis. Darauf folgte eine europaweiten Hetzjagd gegen linke Aktivist:innen.

    Angesichts der Verhaftungen in Ungarn, Italien und Deutschland sahen sich einige gezwungen, unterzutauchen, um dem Horror, der ihnen im Falle einer Auslieferung nach Ungarn droht, zu entgehen. Denn schnell zeigte sich: Das ultrarechts regierte Ungarn wird seinem Ruf gerecht und will an den Antifas ein Exempel statuieren. Unmenschliche Haftbedingungen und absurd hohe Haftstrafen von mehreren Jahrzehnten stehen im Raum. Und all das wegen ein paar Schlägereien! Angesichts dessen erteilte selbst das ebenfalls ultrarechts regierte Italien Auslieferungen nach Ungarn eine Absage, nicht so die Ampel-Regierung. Sie lieferte Maja 2024 in einer allen Rechtsstandards widersprechenden Nacht- und Nebelaktion aus.

    Kurz zuvor wurde im Nürnberger Stadtteil Gostenhof die Antifaschistin Hanna verhaftet. Seitdem sitzt sie in U-Haft, am 19. Februar beginnt ihr Prozess in München, in dem unter anderem der absurde Vorwurf des „versuchten Mord“ verhandelt wird. Mit Zaid ist ein weiterer Nürnberger betroffen, der aktuell in Köln in Auslieferungshaft sitzt und akut von einer Auslieferung nach Ungarn bedroht ist. Gerade jetzt ist unsere Solidarität also wichtiger denn je!

    Um über die Hintergründe des „Tag der Ehre“, den aktuellen Stand von Hannas und Zaids Verfahren und die Soli-Arbeit dazu zu berichten, reisen Genoss:innen vom Solikreis Nürnberg derzeit durch die Bundesrepublik. Dabei machen sie auch halt in Duisburg und Köln.

    Also kommt Alle am 21. März nach Duisburg, 18 Uhr – LINKES ZENTRUM MARIA MESTER oder am 22. März nach Köln, 19 Uhr – Alte Feuerwache.

    Lassen wir die beschuldigten Genoss:innen nicht allein! Getroffen hat es Einige, gemeint sind wir Alle!

    Spenden für die Gefangenen: https://rote-hilfe.de/lovingantifa